Buchtipps Biographien:
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Waris Dirie
Schwarze Frau, weisses Land
2010, gebunden, sFr. 35.50
ISBN 978-3-426-27535-1
"Ich bin immer eine Nomadin geblieben."
"Schwarze Frau, weisses Land" erzählt von Waris Diries Leben in ihrer neuen, weissen Heimat - und
von ihrer Sehnsucht nach Afrika und dem tiefen Wunsch, ihrem Heimatkontinenten zu helfen, sich von Armut, überkommenen
Traditionen und Abhängigkeit zu befreien.
Ihre Arbeit als Topmodel und ihr Engagement für Menschenrechte machten sie in der ganzen Welt berühmt,
doch sie ist eine Getriebene, die zwischen den Kulturen steht. Ihr neues Buch handelt von ihrem Doppelleben in
ihrer neuen "weissen Heimat" wo sie einerseits gefeiert wird, andererseits aber eine Fremde ist, die
im Alltag allein wegen ihrer Hautfarbe von Taxifahrern abgewiesen und von Männern als Freiwild betrachtet
wird. Als ihr Sohn Leon auf die Welt kommt, wird Waris Dirie ihre Zerrissenheit und Heimatlosigkeit schmerzlich
bewusst. Und sie beschliesst, ihrem Kind das zu geben, was sie selbst schon lange nicht mehr kennt: eine wirkliche
Heimat.
"Ihr Mut ist ihr Verdienst, dafür wurde Waris Dirie zum Vorbild, zum Symbol,
zum Standbild für die Ewigkeit." ZEITmagazin
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Ayaan Hirsi Ali
Ich bin eine Nomadin
Mein Leben für die Freiheit der Frauen
2010, gebunden, sFr. 34.90
ISBN 978-3-492-05375-4
Ayaan Hirsi Alis Glaube an die Freiheit und Gleichheit aller Menschen machte sie zu einer Ikone der Freiheitsbewegung
der muslimischen Frauen und zwang sie zu einem neuen Leben. Davon erzählt sie jetzt, schmerzhaft aufrichtig
und sehr persönlich.
Ayaan Hirsi Ali führt seit Jahren einen Kampf gegen den radikalen Islam, gegen den menschenverachtenden Umgang
mit muslimischen Frauen. Dieser Kampf hat sie zu einer der berühmtesten und bewundertsten Frauen der Welt
gemacht, aber auch zu einer der gefährdetsten. Und er hat sie viel gekostet: Freunde wandten sich ab, ihre
Familie verstiess sie, zuletzt verlor sie ihre Wahlheimat Holland. Jetzt sucht sie in den USA ein neues Leben.
Sehr persönlich erzählt die Bestsellerautorin, was das für sie bedeutet, verbindet private Erlebnisse
mit politischen Beobachtungen über den Islam und seine Frauen. Ihre bittere Analyse: Fortschritte sind kaum
zu erkennen.
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Ingeborg Bachmann
Kriegstagebuch
2010, gebunden, sFr. 29.-
ISBN 978-3-518-42145-1
"Ich habe einen Sessel in den Garten gestellt und lese. Ich habe mir fest vorgenommen,
weiterzulesen, wenn die Bomben kommen."
"Das ist der schönste Sommer meines Lebens, und wenn ich hundert Jahre
alt werde das wird der schönste Frühling und Sommer bleiben. Vom Frieden merkt man nicht viel, sagen
alle, aber für mich ist Frieden, Frieden!"
1945, unmittelbar nach Kriegsende, notiert die achtzehnjährige Ingeborg Bachmann diese Zeilen in ihrem Tagebuch.
Aus ihnen sprechen die Abscheu vor der NS-Ideologie und die Erleichterung über das Ende der Nazi-Herrschaft.
Der euphorische Ton hat noch einen weiteren Grund: Ingeborg Bachmann hat sich in den britischen Besatzungssoldaten
Jack Hamesh verliebt, einen Wiener Juden, dem 1938 die Emigration gelang. Er befragt die junge Frau zunächst
zu einer Mitgliedschaft im "Bund deutscher Mädel"; es entsteht bald eine enge Freundschaft. Dennoch
wandert Hamesh im Frühjahr 1946 in das damalige Palästina aus.
Zum ersten Mal wird Ingeborg Bachmanns Kriegstagebuch vom Spätsommer 1944 bis zum Juni 1945 vollständig
aus dem Nachlass publiziert. Der Band versammelt zusätzlich sämtliche erhaltene Briefe von Jack Hamesh
an Ingeborg Bachmann. Zusammen mit den Journalaufzeichnungen entsteht so ein einzigartiges Dokument des Dialogs
zwischen den Kindern der Opfer und der Täter.
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Susan Sontag
Wiedergeboren
Tagebücher 1947-1963
2010, gebunden, sFr. 43.90.-
ISBN 978-3-446-23494-9
Bereits mit fünfzehn vertiefte sie sich in Rilke und Gide, mit siebzehn heiratete sie ihren Professor: Susan
Sontag war eine ungewöhnliche Frau. Ihr Lebenshunger und ihre unstillbare Wissbegierde führten die junge
Intellektuelle von Kalifornien nach Chicago, später nach Paris und New York. Die frühen Tagebuchnotizen
der Kunstbegeisterten bieten unvermutete Einblicke in ihre widersprüchliche Persönlichkeit: Das Private
- ihre Ehekrise, ihre Liebschaften und ihre Homosexualität - sind der Anlass für weitreichende, tiefsinnige
Betrachtungen. Ihr intimes Selbstporträt ist das Zeugnis eines einzigartigen intellektuellen Werdegangs und
gleichzeitig ein Zeitdokument ersten Rangs.
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Hrsg. Joey Horsley und Luise F. Pusch
Frauengeschichten. Berühmte Frauen und
ihre Freundinnen
2010, gebunden, sFr. 43.80
ISBN 978-3-8353-0634-9
Sie lebten zum Teil im Aus: Catharina Linck zog als Mann durch die deutschen Lande, heiratete ihre Liebste und
führte mit ihr über mehrere Jahre eine Ehe, bis sie aufflog und 1721 enthauptet wurde. Mathilde Franziska
Anneke, Teilnehmerin an der Revolution von 1848, emigrierte mit ihrem Mann nach Amerika, bevor sie mit einer Freundin
das wahre Liebesglück entdeckte.
Die Dichterinnen Natalie Barney und Renée Vivien nahmen um 1900 Paris als Wahlheimat, wo sie ihre eigene
lesbische Community etablierten. Dorthin emigrierte 1925 auch die russische Dichterin Marina Zwetajewa, die sich
aber von ihrer ehemaligen (Hass-)Liebe Sophia Parnok längst getrennt hatte. Erika Mann entkam den Nationalsozialisten
mit ihrer Freundin Therese Giehse, die Beziehung überstand die Emigration in die USA nicht. Die Journalistin
Dorothy Thompson und die Tierbildhauerin und Schriftstellerin Christa Winsloe lebten auch ab den 1920-er bzw. 1930-er
Jahren lange im Ausland; und die englische Komponistin Ethel Smyth suchte zeitlebens, in vielen Ländern Europas
und sogar bis nach Ägypten, nach Antworten auf "die grosse Frage der Sexualität".
Antworten haben die Anthropologinnen Margaret Mead und Ruth Benedict geliefert, durch ihre Untersuchungen entlegener
Kulturen, aber auch durch ihre eigene Liebesbeziehung. Das Buch präsentiert Frauengeschichte, gesehen aus
der Perspektive der Frauenliebe, wie sie in vielen Schattierungen und Varianten über drei Jahrhunderte gelebt
und verstanden wurde.
300 Jahre Liebe zwischen Frauen in acht Kapiteln, erzählt von bekannten Lesbenforscherinnen.
Angela Steidele über Catharina Margaretha Linck und Catharina Margaretha Mühlhahn
Joey Horsley über Mathilde Franziska Anneke
Birgit Kiupel über Ethel Smyth
Andrea Schweers über Renée Vivien und Natalie Clifford Barney
Diana Lewis Burgin über Marina Zwetajeva und Sophia Parnok
Doris Hermanns über Christa Winsloe und Dorothy Thompson
Swantje Koch-Kanz und Luise F. Pusch über Margaret Mead und Ruth Benedict
Christine Schmidt über Erika Mann, Pamela
Wedekind, Therese Giehse, Annemarie Schwarzenbach
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Franziska Rogger und Monika Bankowski
Ganz Europa blickt auf uns!
Das schweizerische Frauenstudium und seine russischen Pionierinnen
2010, gebunden, sFr. 54.90
ISBN 978-3-03919-146-8
Europa blickte mit Argusaugen auf die Schweiz, als sich Natascha Suslowa, Virginia Schlykowa und andere Russinnen
um 1870 an den Universitäten Zürich und Bern immatrikulierten. Die jungen Damen strebten nicht nur nach
akademischen Ehren, sie beabsichtigten auch, die sozialen Missstände in ihrer Heimat zu bekämpfen und
einen politischen Wandel herbeizuführen.
Während im Zarenreich der Thron des Monarchen ins Wanken geriet, lebten die Pionierinnen bei uns im Dilemma
zwischen Wissenschaft und Revolution, Karriere und Liebesglück.
Mit einem Nachwort von Franziska Frey-Wettstein, die als Urenkelin von Virginia Schlykowa den Nachlass der Familie
für dieses Buch zur Verfügung gestellt hat.
Franziska Rogger, 1949, ist Historikerin und Archivarin der Universität Bern.
Monika Bankowski, 1946, ist Slawistin und Fachreferentin an der Zentralbibliothek Zürich.
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Angela Steidele
Geschichte einer Liebe: Adele Schopenhauer und Sibylle Mertens
2010, gebunden, sFr. 43.90
ISBN 978-3-458-17454-7
Geschichte einer Liebe: Adele Schopenhauer (1797-1849) - Schriftstellerin, Künstlerin, die Schwester des Philosophen
Arthur Schopenhauer - und die "Rheingräfin" Sibylle Mertens-Schaaffhausen (1797-1857) verband eine
leidenschaftliche Liebesbeziehung mit den dazugehörigen Höhen und Tiefen. Seit 1828 waren sie ein Paar:
"am besten vergleichst Du uns ein paar Leuten, die sich spät finden und
dann einander heiraten. Stürbe sie - so spräng ich jetzt in den Rhein, denn ich könnte nicht ohne
sie bestehen", schrieb Adele ihrer Freundin Ottilie von Goethe.
Sibylle Mertens war eine der gebildetsten Frauen ihrer Zeit, Musikerin, Komponistin, Archäologin, Antikensammlerin
und Mäzenin. Ihre Salons in Bonn und Rom waren berühmt. Vom Vater an einen ungeliebten Mann verheiratet,
pflegte sie Zeit ihres Lebens intensive Beziehungen zu Frauen. Adeles Leben mit Sibylle Mertens wurde so nicht
nur von deren Ehemann und ihren sechs Kindern beeinträchtigt, die ihre Beziehung als "Unrecht, Wahnwitz,
Tollheit" torpedierten. Auch Sibylles Hang zu neuen Eroberungen ebenso wie ihre enge Freundschaft zu Annette
von Droste-Hülshoff lasteten schwer auf Adele. Aber selbst nach einer mehrjährigen Trennung fanden sie
wieder zusammen.
Anhand vieler bisher unveröffentlichter Quellen erzählt Angela Steidele die Geschichte zweier ungewöhnlicher
Frauen: Pionierinnen, die in Wissenschaft und Kultur, Wirtschaft, Politik und nicht zuletzt in ihrem Privatleben
Grenzen einrissen - zu einer Zeit, als es Liebe zwischen Frauen offiziell gar nicht geben durfte.
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Dominique Bona
Camille und Paul Claudel
2010, Taschenbuch, sFr. 19.90
ISBN 978-3-442-73996-7
Kunst und Leben! Ein neuer Blick auf Camille und Paul Claudel.
Camille Claudel und ihr Bruder Paul verbindet seit ihrer frühen Kindheit eine besondere Beziehung. Als Camille
später allerdings die Geliebte von Auguste Rodin wird, kommt es zum Bruch. Viel zu sehr verletzt den tief
religiösen Paul die Affäre seiner Schwester. Während Paul zu einem der angesehensten Schriftsteller
Frankreichs wird, driftet Camille nach der Trennung von Rodin in eine Wahnwelt ab und verbringt die letzten dreissig
Jahre ihres Lebens in einer Heilanstalt.
"Zum ersten Mal stellt ein Biograph die äusserst enge Beziehung zwischen
Paul und Camille in den Vordergrund und zeigt auf, dass sich dadurch eine neue Sicht auf die Knstwerke der Geschwister
ergibt." L'Express
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Gabriele Meixner
"Wir dachten alles neu". Die Feministin Erika Wisselinck und ihre Zeit
2010, Taschenbuch, sFr. 36.-
ISBN 978-3-939623-22-9
Die Publizistin Erika Wisselinck (1926 - 2001) hat die turbulente Frauenbewegung in Deutschland über Jahrzehnte
in vielfältiger Weise mitgestaltet. Diese Biografie zeigt ihren Weg zur konsequent feministischen Denkerin:
Als junge Journalistin analysierte und kritisierte sie die restaurative Politik der Adenauerzeit. Sie schuf ein
umfangreiches Werk an brillanten Hörfunksendungen und Zeitungsartikeln - und thematisierte dabei bereits Fragen,
die erst in den 70er Jahren ins Zentrum frauenpolitischer Diskussionen rückten. Sie engagierte sich in Bayern
als SPD-Politikerin und kam dann - als sie fast 50 Jahre alt war - mit dem Erfahrungsschatz der Einzelkämpferin
zur feministischen Bewegung.
In kogenialer Übersetzung übertrug sie die Werke der amerikanischen Philosophin und Theologin Mary Daly
ins Deutsche. Durch deren Patriarchatskritik radikalisiert, schrieb sie ihre viel beachteten Bücher "Frauen
denken anders" und "Hexen". Für Erika Wisselinck war Frauenbewegung immer zuerst eine Bewegung
in Frauen. Ausgehend von den alltäglichen Erfahrungen der Frauen, entwarf sie ein Denken, das feministische
Spiritualität, Philosophie und politisches Handeln miteinander verband. Ihre Sicht der Welt vermittelte sie
mit Humor und in einer klaren Sprache und trug so in einmaliger Weise zum Bewusstseinswandel der Frauen bei.
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Barbara Beuys
Sophie Scholl. Biographie
2010, gebunden, sFr. 43.90
ISBN: 978-3-446-23505-2
Von einer behüteten Kindheit zum aufregenden Studentenleben, von der jugendlichen NS-Führerin zur Widerstandskämpferin
- die erste umfassende Biographie über Sophie Scholl (1921-1943), die Ikone des deutschen Widerstands, meisterhaft
erzählt aus umfangreichen, bisher unbekannten Dokumenten.
Wir glauben alles zu wissen über Sophie Scholl. Die Filmbilder haben sich eingeprägt: Wie sie im Februar
1943 in München vom berüchtigten "Volksgerichtshof" zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde,
weil sie gemeinsam mit ihrem Bruder Hans und einigen Gleichgesinnten es gewagt hatte, Flugblätter gegen die
verbrecherische Politik Adolf Hitlers zu verbreiten. Doch die wenigen bisher erschienenen, meist an Jugendliche
gerichteten Darstellungen fussen auf einer geringen Anzahl ausgewählter Dokumente. Erst 2005 wurde - im Institut
für Zeitgeschichte in München - die Sammlung ihrer Schwester Inge Aicher-Scholl zugänglich gemacht;
Barbara Beuys ist die Erste, die dieses aussergewöhnliche historische Erbe umfassend im Blick auf Sophie Scholl
gesichtet hat. Sophie Scholls Weg von der engagierten Führerin in der Hitlerjugend zur mutigen Gegnerin des
Nationalsozialismus ist länger, widersprüchlicher und differenzierter als bisher bekannt. Eingebettet
in die farbige Schilderung des Alltags unter der Nazi-Herrschaft, beschreibt Barbara Beuys die Geschichte eines
Erwachsenwerdens zwischen Lebenslust und persönlichen Krisen, auf der radikalen Suche nach einem gnädigen
Gott, getröstet von der Kraft der Musik und geprägt von dem Anspruch, das Denken stets über das
Gefühl zu stellen.
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Marco Hüttenmoser und Sabine Kleiner
Marie Meierhofer 1909-1998. Ein Leben im Dienst der Kinder
2009, gebunden, sFr. 58.-
ISBN 978-3-03919-114-7
Geprägt durch frühe Verlusterfahrungen in der eigenen Familie und den Tod ihrer psychisch kranken Schwester,
entwickelte Marie Meierhofer schon früh den Drang, andere Kinder zu umsorgen. Ihr Vater erlaubte ihr, Medizin
und Psychiatrie zu studieren. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete sie für das Rote Kreuz in der
französischen Kinderkolonie Cruseilles und der medizinischen Station in Caen, wo sie kriegsversehrte Kinder
pflegte und betreute. Ihre dortigen Erfahrungen liess sie bei der Gründung und dem Aufbau des Kinderdorfes
Pestalozzi in Trogen einfliessen. Als Zürcher Stadtärztin und Kinderpsychiaterin erlebte Marie Meierhofer
vielfältige Missstände in Kinderheimen und Krippen. Um diese zu beheben, gründete sie im Jahr 1957
das "Institut für Psychohygiene im Kindesalter", das 1977 bei ihrem Rücktritt in "Marie
Meierhofer-Institut für das Kind" umbenannt wurde. Marco Hüttenmoser, langjähriger Mitarbeiter
von Marie Meierhofer, hat zusammen mit Sabine Kleiner den umfangreichen Nachlass aufgearbeitet und eine Biografie
geschrieben, die sich als eindrückliche Bildergeschichte liest.
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Benoîte Groult
Meine Befreiung. Autobiografie
2009, gebunden, sFr. 36.90
ISBN 978-3-8270-0871-8
Autorin des Bestsellers "Salz auf unserer Haut".
"Warum wir sie lieben: Weil uns dieses Buch in Form bringt! Man sieht ein Leben entstehen, und man spürt,
nein, Benoîte Groult bereut nichts. Durch das individuelle Schicksal der Autorin ist es die Geschichte aller
Frauen, die uns erzählt wird." Elle
Die Chronik einer Flucht nach vorn - offen, schonungslos und unlarmoyant.
Benoîte Groult hat endlich ihre Autobiographie geschrieben! Es ist nicht nur die Beschreibung einer privilegierten
Kindheit, dreier Ehen mit drei Töchtern und des Lebens einer erfolgreichen Autorin. Es ist vor allem die Geschichte
einer fortwährenden Bewusstwerdung und Befreiung, um der "Gefangenschaft", wie sie es nennt, zu
entkommen. Und schliesslich geht es um den Tod: den ihres geliebten Mannes Paul Guimard, und um das Bewusstsein
von der eigenen Endlichkeit.
Mit Witz und Ironie schildert sie den für ihre Frauengeneration ungewöhnlichen Weg in die Freiheit, auf
dem sie sich weder radikalen Emanzipationstheorien noch gesellschaftlicher Scheinmoral beugte.
"Eine ironische und ehrliche Autobiographie, gemäss dem Bild dieser grossen unehrwürdigen Bourgeoise,
in der man Eltern, die Schwester, Ehemänner, Liebhaber, Angelszenen, Freundschaften, Töchter, Enkeltöchter
und vor allem die Durchsetzung der Frauenrechte vorbeiziehen sieht." L’express
"Benoîte Groult, 89 Jahre alt, meldet sich mit einer berührenden, komischen und erfrischenden
Autobiographie zurück. Die gute Neuigkeit: Man kann Feministin sein und die Männer lieben! Ein famoses
Rezept. Das Ergebnis ist erfrischend, berührend und komisch, denn diese Dame hat Humor und Biss." Le
Point
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Marion Tauschwitz
Dass ich sein kann, wie ich bin. Hilde Domin. Die Biografie
2009, gebunden, sFr. 47.50
ISBN 978-3-930378-81-4
"Niemand hat so gedichtet wie Hilde Domin. Ihre Dichtung bleibt immer Widerspruch
und Widerstand gegen Hartherzigkeit und Gleichgültigkeit, gegen den Opportunismus und den Konformismus. Es
ist eine Lyrik, die sich durch enorme Klarheit und Entschiedenheit bewährt." Marcel Reich-Ranicki
Hilde Domin (1909- 2006) zählt zu den bedeutendsten und erfolgreichsten Lyrikerinnen Deutschlands. Ihre viel
gelesenen Gedichte sind geprägt von Verfolgung und Vertreibung, Exil und Rückkehr sowie einem hoffnungsvollen
Blick auf die Zukunft.
Aus Anlass ihres 100. Geburtstags am 27. Juli 2009 erscheint mit der Biografie von Marion Tauschwitz die erste
Gesamtdarstellung über das Leben und literarische Werk der grossen deutschen Nachkriegslyrikerin. Auf der
Grundlage intensiver Recherchen in Deutschland, Italien und der Dominikanischen Republik schildert die Autorin
eindrucksvoll die vielfältigen Lebensstationen Hilde Domins: ihre jüdische Herkunft, die Kindheit und
Jugend in Köln, die Studienzeit in Heidelberg und Berlin, die Flucht vor den Nazis 1932, das 22-jährige
Exil in Italien, England und der Dominikanischen Republik, die Rückkehr nach Deutschland 1954, ihre längeren
Spanienaufenthalte, die literarischen Anfänge in den Fünfzigerjahren sowie ihre schriftstellerischen
Erfolge während ihrer Zeit in Heidelberg, wo sie von 1961 bis zu ihrem Tod 2006 lebte.
Breiten Raum nimmt in diesen Schilderungen die unkonventionelle und konfliktreiche Ehe mit dem Kunsthistoriker
Erwin Walter Palm ein. Durch die Erschliessung bislang unveröffentlichter Quellen und die erstmalige Auswertung
von über tausend Briefen im Literaturarchiv Marbach (darunter die Briefwechsel mit Hermann Hesse, Heinrich
Böll, Ingeborg Bachmann, Erich Fried, Hans Magnus Enzensberger, Nelly Sachs, Marcel Reich-Ranicki, Hans-Georg
Gadamer und Erwin Walter Palm) gelangt die Autorin zu überraschenden, neuen Erkenntnissen über Domins
Leben, ihre literarische Bedeutung und den männerdominierten Literaturbetrieb.
Neben der lückenlosen Rekonstruktion der einzelnen Lebensstationen zeichnet die Autorin vor allem ein einfühlsames
Bild des Menschen Hilde Domin, einer leidenschaftlichen, aussergewöhnlichen Persönlichkeit und unermüdlichen
Kämpferin für ihre Souveränität als Frau und Schriftstellerin - einer humanistischen "Sprachhandwerkerin"
(H. D.), für die das Schreiben zu einem Akt der Befreiung und der Selbstrettung wurde.
Marion Tauschwitz , geboren 1953, studierte Germanistik und Anglistik in Heidelberg. Während der letzten fünf
Lebensjahre Hilde Domins war sie ihre engste Mitarbeiterin, Freundin und Vertraute. Sie lebt als Dozentin für
Deutsch und Englisch in Heidelberg.
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Irmela von der Lühe
Erika Mann
2009, Taschenbuch, sFr. 25.-
ISBN 978-3-499-62535-0
"Ich bin weder eine Partisanin, noch würde ich zum Kreuzfahrer taugen.
Meine politischen Ansichten und Handlungen sind stets mehr von meinen persönlichen Erfahrungen und Impulsen
als von abstrakten Prinzipien bestimmt worden. Das einzige "Prinzip", an das ich mich halte, ist mein
hartnäckiger Glaube an einige grundlegende moralische Ideale - Wahrheit, Ehre, Anstand, Freiheit, Toleranz."
Erika Mann, "Ausgerechnet Ich", 1943
Thomas Mann nannte sie sein "kühnes, herrliches Kind": die älteste Tochter Erika, geboren am
9. November 1905 und gestorben am 27. August 1969. Sie machte Schlagzeilen als Schauspielerin und Autorin, als
Autorennfahrerin, Kabarettistin und Vortragsrednerin, schliesslich sogar als Kriegsreporterin. Und sie faszinierte
Ihre Zeitgenossen durch ihren Scharfsinn, ihren Mut und ihre Wortgewandtheit.
Irmela von der Lühe veröffentlichte 1993 die erste grosse Biographie Erika Manns, die zum Standardwerk
wurde. Der vorliegende Bans ist eine stark erweiterte, grundlegend überarbeitete Fassung des Buches - mit
zahlreichen bisher unbekannten Dokumenten.
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Hayden Herrera
Frida Kahlo. Ein leidenschaftliches Leben
2008, Taschenbuch, sFr. 21.40 ISBN 978-3-596-18037-0
Die grosse Biographie der Künstlerin und Revolutionärin.
Das Leben der deutsch-mexikanischen Malerin Frida Kahlo (1907-1954), das über viele Jahre an der Grenze zum Tod verlief, ist so unvergleichlich wie die Bilder, die sie gemalt hat. Als diese Frau auf scheinbar alles verzichten musste, schuf sie sich malend eine eigene Welt. Ihre Bilder, phantastische Metaphern für Liebe und Tod, treffen den Betrachter mit unausweichlicher Wut und schlugen auch die grossen Künstler ihrer Generation in Bann.
Die grosses Liebe ihres Lebens war Diego Rivera, der bedeutendste Muralist Mexikos. Ihre Liebe floss in die Kunst beider ein und liess eine Malerei von leidenschaftlicher Schönheit entstehen, die nicht aufhört, immer neue Generationen zu begeistern.
Hayden Herrera, eine der besten Kennerinnen von Leben und Werk Frida Kahlos zeichnet den Lebensweg dieser bewundernswerten Frau nach: einfühlsam und detailgetreu, mit einem Gespür für Grösse und Tragik.
„Dieses Buch ist unübertroffen!“ Emma
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S. Fischer-Fabian
Sie verwandelten die Welt
Lebensbilder berühmter deutscher Frauen
2008, Taschenbuch, sFr. 17.90 ISBN 978-3-404-64233-5
Ob Königin Luise von Preussen oder Clara Schumann, ob Käthe Kollwitz oder Marlene Dietrich mit grossem Einfühlungsvermögen nähert sich S. Fischer-Fabian diesen und anderen berühmten Persönlichkeiten und zeichnet mit deren Lebensbildern ein Stück bewegte und bewegende Geschichte nach.
"Fischer-Fabians Art, Geschichte zu bieten, ist popularisierte Wissenschaft im besten Sinne des Wortes." Golo Mann
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Bettina de Cosnac
Gisèle Freund. Ein Leben
2008, gebunden, sFr. 43.- ISBN 978-3-7160-2382-2
Dieses Buch erzählt das Leben einer couragierten Frau und nimmt den Leser mit auf eine faszinierende Reise durch ein Jahrhundert und drei Kontinente.
Vor 100 Jahren wurde sie in Berlin-Schöneberg geboren: Gisela Sophia Freund, die Tochter eines jüdischen Kaufmanns und Kunstsammlers und spätere Porträtfotografin und Fotojournalistin Gisèle Freund. Mit 16 verliess sie die grossbürgerliche Umgebung, machte Abitur auf einer Schule für Arbeiterkinder, studierte am Institut für Sozialforschung in Frankfurt, begann ihre Dissertation über die Geschichte der Fotografie im Frankreich des 19. Jahrhunderts und floh Ende Mai 1933 im Nachtzug nach Paris im Gepäck ihre Leica, ein Geschenk des Vaters an die rebellische Tochter.
Die Kamera war es, die fortan Gisèle Freunds Leben be¬stimm¬te. Mit ihren sensiblen Porträtaufnahmen von André Malraux, James Joyce, Virginia Woolf u. a. und ihren einzigartigen Fotoreportagen blieb sie hierzulande lange ein Geheimtipp, bis sie in den 1970er Jahren plötzlich en vogue war.
Die in Paris lebende Journalistin Bettina de Cosnac hat aus Anlass des 100. Geburtstags von Gisèle Freund in Archiven recherchiert, mit Zeitgenossen gesprochen und unveröffentlichte Briefe und Privatfotos entdeckt. Entstanden ist das lebendige Porträt einer mutigen, manchmal querköpfigen Frau und Pionierin der Fotografie.
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Brigitte Röthlein
Marie & Pierre Curie. Leben in Extremen
2008, gebunden, sFr. 45.-
ISBN 978-3-7716-4372-0
Das Jahrhundertpaar der Physik: ihr Forschen, ihr Leben, ihre Liebe
Im Paris des Jahres 1894 verlieben sich zwei junge Physiker: Marie Sklodowska und Pierre Curie. Sie heiraten und leisten gemeinsam Grosses für die Wissenschaft, erforschen die Radioaktivität und entdecken neue chemische Elemente. Zusammen erhalten sie den Nobelpreis.
Marie und Pierre Curie führen eine Ehe, die ihrer Zeit weit voraus ist: Sie arbeiten gleichberechtigt miteinander, teilen ihre Gedanken und verfolgen ihre Pläne gemeinsam. Beiden eigen ist die absolute wissenschaftliche Neugier, die Liebe zur Natur und die Skepsis gegenüber der mondänen Gesellschaft der Belle Epoque. Fast jeden Tag sind sie rund um die Uhr zusammen, dabei gibt es selten Spannungen. Wenn einer von beiden gesundheitliche Probleme hat und das haben sie wegen der radioaktiven Belastung im Labor oft ist der andere für ihn da und pflegt ihn. Nach nur zwölf gemeinsamen Jahren der Liebe und Arbeit stirbt Pierre Curie. Marie zieht ihre beiden Töchter alleine gross und führt die Forschungen weiter. 1911 erhält sie als erster Mensch zum zweiten Mal den Nobelpreis.
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Chantal Louis
Monika Hauser Nicht aufhören anzufangen
Eine Ärztin im Einsatz für kriegstraumatisierte Frauen
2008, gebunden, sFr. 37.- ISBN 978-3-90762541-5
Alternativer Nobelpreis 2008
Köln, November 1992: Die junge Gynäkologin Monika Hauser liest einen Artikel über Frauen, die im Bosnienkrieg systematisch vergewaltigt werden. Wenige Wochen später bricht die in der Schweiz aufgewachsene, 33-jährige Ärztin auf nach Zenica mitten ins Kriegsgebiet. Für sie steht ausser Zweifel, dass die Opfer in Bosnien zusätzlich zur medizinischen auch psychologische Hilfe benötigen, um ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Mit Hilfe lokaler Fachfrauen und finanzieller Unterstützung durch deutsche Spendengelder baut die „Frau des Jahres 1993“ (ARD „Tagesthemen“) in Zenica das weltweit erste Therapiezentrum für kriegstraumatisierte Frauen auf.
Was 1993 als Medica Zenica seinen Anfang nimmt, entwickelt sich in den kommenden 15 Jahren zu der international tätigen Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medica mondiale, deren Geschichte untrennbar mit der Biographie ihrer Gründerin Monika Hauser verbunden ist. medica mondiale leistet in Kriegs- und Krisengebieten überlebenswichtige medizinische und psychologische Arbeit, die den Opfern sexualisierter Übergriffe eine neue Perspektive ermöglicht und so zum Aufbau gerechterer Gesellschaften beiträgt. Unter der Leitung von Monika Hauser engagiert sich die Organisation auch auf politischer Ebene, um denen eine Stimme zu geben, die viel zu selten gehört werden: den von Krieg und Gewalt traumatisierten Frauen.
„Monika Hauser ist vor allem zu verdanken, dass weltweit sexualisierte Kriegsgewalt endlich nicht mehr als Kavaliersdelikt oder gar Kollateralschaden abgetan, sondern als schwerste Menschenrechtsverletzung wahrgenommen wird.“ Horst-Eberhard Richter
“Monika Hausers Geschichte ist jene eines Frauenprojekts, das Geschichte gemacht hat, lebendig und engagiert erzählt von der Journalistin Chantal Louis.“ NZZ am Sonntag
“Eine beeindruckende Biographie, ein spannendes Buch.“ Chrismon plus Rheinland
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Frauke Meyer-Gosau
Einmal muss das Fest ja kommen
Eine Reise zu Ingeborg Bachmann
2008, gebunden, sFr. 36.90 ISBN 978-3-406-57686-7
Ingeborg Bachmann, 1926 in Klagenfurt geboren, lebte in Wien, Ischia, Rom, Neapel, München, Zürich und Berlin, 1973 starb sie in Rom selten war ein Schriftstellerinnen-Dasein so glamourös und rätselhaft, eine Schreib-Existenz derart rastlos. Im Werk ist all dies aufgegangen: Ingeborg Bachmanns Gedichte und Lieder beschwören ihre ischitanische und neapolitanische Zeit, auch ein Hörspiel hatte dort seinen Ursprung. Und während die erste veröffentlichte Prosa erzählte, was sie in Österreich und Italien sah und hörte, finden die späten Erzählungen und Romane geschrieben vor allem in Rom allesamt ihren zentralen Schauplatz in Wien. Anderes führt nach Harlem oder Manhattan, nach Prag, Paris oder in die ägyptische Wüste: Nicht nur das Umherziehen, auch ein unablässiges Umherreisen gehörte zu dieser Biographie.
Die Literaturkritikerin Frauke Meyer-Gosau folgt der unruhigen Bewegung: Ihre literarische Reise führt an Ingeborg Bachmanns Lebensorte. Sie sucht Landschaften, Städte und Häuser auf, zieht das Werk zu Rate, Verwandte, Spezialisten und Freunde zeichnen ein bislang unbekanntes Bild von der einstigen Diva assoluta. Die steht am Ende ganz gegenwärtig da: „Sie könnte so zur Tür hereinkommen.“
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Klaus Harpprecht
Die Gräfin. Marion Dönhoff Eine Biographie
2008, gebunden, sFr. 45.- ISBN 978-3-498-02984-5
Sie war eine ungewöhnliche Frau, und sie wurde zur bedeutendsten Publizistin der Bundesrepublik Deutschland: Marion Gräfin Dönhoff (1909 - 2002), Aristokratin und Bürgerin zugleich. Als langjährige Herausgeberin des Wochenblatts „Die Zeit“ hat sie Geschichte geschrieben; als Chronistin der Vertreibung aus ihrer ostpreussischen Heimat wurde sie zur Bestsellerautorin; als Anwältin der Versöhnung von Ost und West setzte sie moralische Massstäbe: für die Politik, für die Gesellschaft, für das Zusammenleben der Völker im vereinten Europa. Als sie im März 2002 starb, nannte Helmut Schmidt sie in seinem Nachruf eine „wegweisende Mitbürgerin“.
Warum sie zu all diesen Leistungen fähig war und was sie dabei antrieb, wer zu ihren Freunden und Weggefährten gehörte, was für ein Mensch diese ruhig-energische und so bescheiden wirkende Preussin war all das beschreibt Klaus Harpprecht in dieser ersten kritischen Biographie. Als erster Biograph konnte er alle privaten und offiziellen Briefwechsel und Aufzeichnungen Marion Dönhoffs einsehen, er wertete vor allem auch das „Zeit“-Archiv und das Familienarchiv der Dönhoffs aus. Viele wichtige Entwicklungslinien, viele bisher ungekannte Elemente und Facetten im Leben der Gräfin und Bürgerin rücken damit ins Blickfeld. Zum ersten Mal tritt sie als Persönlichkeit mit all ihren menschlichen Zügen ins öffentliche Bewusstsein.
„Wir werden ihresgleichen nicht mehr sehen.“ Rudolf Augstein
„Sie war eine Meisterwerk als Persönlichkeit.“ Katharina Focke
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Janet Malcolm
Zwei Leben. Gertrude und Alice
2008, gebunden, sFr. 36.90 ISBN 978-3-518-42034-8
„Zwei Leben“ ist ein höchst anregender und aufschlussreicher, ebenso unterhaltender wie eleganter biographischer Essay über Gertrude Stein und Alice B. Toklas. Unbefangen und respektvoll nähert sich Janet Malcolm ihrem Gegenstand. Während sie den bisher Stein-Fremden Lust auf Werk und Leben der legendenumwobenen Autorin und ihrer Gefährtin macht, hat ihr Buch auch den Kennern Neues mitzuteilen. So erfahren wir zum ersten Mal Genaueres über die Jahre des Zweiten Weltkriegs, die Stein und Toklas als Jüdinnen im nazibesetzten Frankreich verbrachten, nachdem sie sich bewusst gegen eine Rückkehr in die Vereinigten Staaten entschieden hatten. Stein sparte ihr Jüdischsein aus, sie verdrängte es, soweit sie nur konnte, und liess sich von ihrem antisemitischen Freund Bernard Fay, der Zugang zu den höchsten Kreisen des Vichy-Regimes und zu Pétain selbst hatte, protegieren.
Oder: Malcolm berichtet von ihren Gesprächen mit Leon Katz, dem einzigen, der Alice Toklas nach Steins Tod wirklich zum Sprechen brachte auch über sorgsam Verschwiegenes wie eine unglückliche frühe Liebe Steins, die Eingang nicht nur in ihre Notizbücher, sondern auch in Werke wie „The Making of Americans“, „Drei Leben“ und „Q.E.D. (BS 1055)“ fand, was Alice Toklas noch viele Jahre später zu rasenden Eifersuchtsanfällen provozierte.
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Ruth Klüger
Unterwegs verloren
Erinnerungen
2008, gebunden, sFr. 38.90
ISBN 978-3-552-05441-7
„Weiter leben“, Ruth Klügers autobiographisches Überlebensbuch, war ein Meilenstein der Erinnerungsliteratur, nüchtern, frei von Pathos, ein beklemmendes Augenzeugnis der Konzentrationslager von Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau, Christianstadt. Doch was kam danach? Konnte es überhaupt jemals ein Danach geben?
Aus dem dreizehnjährigen Mädchen, dem die Gaskammer nur durch einen glücklichen Zufall erspart geblieben war, wurde in den USA und später auch in Deutschland eine angesehene Literaturwissenschaftlerin, eine selbstbewusste Feministin und eine international ausgezeichnete Schriftstellerin.
In „Unterwegs verloren“ erzählt Ruth Klüger vom American Way of Life in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, von der komplexen Beziehung zu ihren zwei Söhnen, der unglücklichen Ehe und der als Befreiung empfundenen Scheidung. Wir begegnen einer Frau, die sich ihre Muttersprache ebenso zurückerobert wie ihre Geburtsstadt Wien, die sich mit den Verlusten, die das Altern bringt, auseinandersetzt und die sich den Schatten und Visionen der Vergangenheit, aber auch denen der Gegenwart auf beeindruckende Weise stellt.
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Rainer Stamm
„Ein kurzes intensives Fest“
Paula Modersohn-Becker. Eine Biographie
2008, Taschenbuch, sFr. 19.90
ISBN 978-3-15-020171-8
Paula Modersohn-Becker (1876-1907) ist die Pionierin der modernen Malerei in Deutschland. Die Künstlerkolonie Worpswede erscheint ihr zunächst als idealer Ausgangsort für ihre Arbeit. Hier lernt sie 1897 ihren späteren Mann Otto Modersohn kennen und begegnet 1900 dem Dichter Rainer Maria Rilke, dem sie bis zu ihrem Tod verbunden bleibt. Schnell erkennt sie jedoch die Enge der Künstlerkolonie, die sie durch vier intensive Aufenthalte in Paris zu überwinden versucht.
Rainer Stamm, Kunsthistoriker und Literaturwissenschaftler, ist Direktor der Paula Modersohn-Becker Museums in Bremen und Professor für Kunstwissenschaft an der Universität Bremen. Anlässlich des 100 Todestages hat er ihr Leben nachgezeichnet.
Eine auf dokumentarischem Material basierende, lebendig geschriebene Biographie.
„Dies ist nicht die erste und auch nicht die einzige Biographie Paula Modersohn-Beckers, doch es ist mit Abstand die beste.“ Radio Bremen
„Spannend und virtuos.“ Literaturen
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Ama Adhe
Doch mein Herz lebt in Tibet. Die bewegende Geschichte einer tapferen Frau
mit Vorwort des XIV. Dalai Lama
2008, broschiert, sFr. 28.50 ISBN 978-3-451-29992-6
Was war wirklich los in Tibet, als die Chinesen kamen? Hier bekommt Geschichte ein Gesicht: Jungverheiratet und schwanger ist Adhe Tapontsang 1956, als die Chinesen Tibet überfallen. Ihre Familie wird unter Druck gesetzt, ihr Mann offenbar ermordet, sie selbst verhaftet. Fast dreissig Jahre dauert ihr Leidensweg. Vom Dalai Lama selbst hat sie den Auftrag erhalten, ihre unglaubliche Geschichte zu erzählen. In ihren Erinnerungen berichtet sie von einer unbeschwerten und glücklichen Kindheit im Hochgebirge Osttibets und von einem jungen Mädchen, das langsam hineinwächst in die spirituellen Grundlagen des Buddhismus, das Geborgenheit findet in ihrer grossen und angesehenen Familie und in der Kultur ihres Volkes. Sie erzählt von einer jungen Frau, die herausgerissen wurde aus den Träumen und der Unschuld im Land ihrer Jugend und eine Welt des Leidens zu sehen bekam, die sie sich nie hat vorstellen können.
„... ich bin glücklich, dass sie überlebt hat, um diese Geschichte zu erzählen.“ S. H. Dalai Lama
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Hrsg. Joseph Jung
Lydia Welti-Escher. Ein gesellschaftspolitisches Drama
2008, gebunden, sFr. 49.- ISBN 978-3-03823-459-3
Florenz/Rom 1889/90: Lydia Welti-Escher beschliesst, ihren Mann Friedrich Emil Welti zu verlassen und Karl Stauffer zu heiraten. Damit beginnt die tragische Liebesgeschichte, die zum Kriminalfall wird und im grössten Politskandal der Schweiz des 19. Jahrhunderts endet
Lydia Welti-Escher ist die millionenschwere Tochter von Alfred Escher, Friedrich Emil Welti der Sohn von Bundesrat Emil Welti, Karl Stauffer ein hoch gelobter junger Schweizer Künstler. Die Liebesentscheidung hat Folgen. Der Schweizer Gesandte in Rom, Simon Bavier, leistet für die Weltis Häscherdienste: Die italienische Polizei verhaftet Stauffer, er wird der Vergewaltigung an der angeblich geisteskranken Lydia Welti-Escher angeklagt. Diese wird ins Irrenhaus von Rom eingeliefert. Ein psychiatrisches Gutachten über sie wird erstellt. Erstmals wird dieses vollständig und in deutscher Sprache abgedruckt und kritisch kommentiert. Herausgeber und Mitautoren präsentieren ein neues Bild einer der emanzipiertesten Schweizerinnen ihrer Zeit. 1890 gründete Lydia Welti-Escher die Gottfried Keller-Stiftung, eine der bedeutendsten Stiftungen zum Erhalt bildender Kunst, deren Vermögen vom Bundesrat verspekuliert und manipuliert wurde.
“Lydia Eschers Leben birgt Stoff für einen epochalen Zeit- und Frauenroman, doch weder Theodor Fontane, von dem eine Art Romanexposé zu ihrer Lebenstragödie überliefert ist, noch Gottfried Keller, dessen Liebling sie war, haben diesen Roman je geschrieben. Es gibt keine Zürcher Variante der Emma Bovary, Anna Karenina oder Effi Briest. Statt eines Romans jetzt die fulminante Biographie von Joseph Jung mit neuen Dokumenten. Sie übertrifft an Brisanz alles, was seit Otto Brahm zu Lydia Eschers Fall recherchiert worden ist.“ Regina Dieterle, Germanistin und Autorin
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Konstanze von Schulthess
Nina Gräfin von Stauffenberg. Ein Porträt
2008, gebunden, sFr. 36.90 ISBN 978-3-85842-652-9
Sie ist eine der faszinierendsten Frauenfiguren im deutschen Widerstand. Und doch weitgehend unbekannt. Am 20. Juli 1944 verliert Nina Schenk, Frau des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg, den Mann, den sie liebt. Was war ihre wahre Rolle in der Geschichte? Was war ihre wahre Rolle in der Geschichte? Was hat sie vom Widerstand gewusst? Was verraten ihre persönlichen Aufzeichnungen?
Das Porträt einer bemerkenswerten Frau, die auf eigene Weise Geschichte schrieb: Persönlich und behutsam erzählt, basierend auf Gesprächen sowie bislang unbekannten Dokumenten und Aufzeichnungen der Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg.
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Charles Linsmayer
Annemarie Schwarzenbach. Ein Kapitel tragische Schweizer Literaturgeschichte
2008, gebunden, sFr. 38.-
ISBN 978-3-7193-1486-6
Diese Biographie Annemarie Schwarzenbachs ist eine erweiterte und aktualisierte Fassung der Darstellung von Leben und Werk der Autorin, wie sie dem Band „Reprinted by Huber Nr. 1“, Annemarie Schwarzenbach, „Das glückliche Tal“, erstmals publiziert im Jahre 1987, als biographisches Nachwort beigegeben ist.
„Linsmayers Buch bleibt die erste und beste Biographie über Annemarie Schwarzenbach, gerade weil sie mit Engagement und Distanz gleichermassen geschrieben wurde.“ Klara Obermüller
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Bettina Hahnloser
Revolution beim schwarzen Kaffee
Hedy Hahnloser-Bühler Kunstsammlerin und Mäzenin
2008, gebunden, sFr. 54.-
ISBN 978-3-03823-414-2
Mitten im Zweiten Weltkrieg schrieb der Publizist Manuel Gasser an die Winterthurerin Hedy Hahnloser-Bühler: „Die meisten Kunstsammlungen sind leider tot und die meisten Sammler sind eine Art Kapitalraffer, und die meisten „Mäzene“ sind grässlich. Bei Ihnen ist alles gerade umgekehrt: Ihre Sammlung lebt, und als Mäzenin schaffen Sie dauernd neues Leben.“
Ferdinand Hodler, Pierre Bonnard und Félix Vallotton zählten zu den Malerfreunden, die Hedy Hahnloser-Bühler förderte und durch ihr Leben begleitete. Hedy Hahnlosers Urenkelin zeichnet in diesem Buch das Leben einer leidenschaftlichen Frau mit Zivilcourage und scharfem intellektuellem Verstand, die bereit war, für ihre Ideale ein zustehen. Die Fähigkeit zu tiefen Emotionen bescheidet der Kunstsammlerin aber nicht nur beglückende Momente: Anfeindungen, familiäre Konflikte und die Tuberkulose zehren an ihren Kräften und bescheren ihr Jahre des Leidens und der Verzweiflung.
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Silvana Schmid
Süss & Bitter
Lify Bucher 1899-1999 Ein Leben zwischen Bourgeoisie und Boheme
2008, gebunden, sFr. 44.80
ISBN 978-3-85791-552-9
Lify Bucher, Enkelin des Innerschweizer Hotelkönigs Bucher-Durrer, verbandelt mit dem Schokoladen-Klan Lindt&Sprüngli, ist 1899 geboren und 1999 gestorben. Sie wächst auf im elterlichen Grand Hotel am Mittelmeer, wird als Backfisch von Freischärlern aus Italien vertrieben und erwirbt im Pensionat in Neuchâtel das Rüstzeug für den Auftritt auf dem Heiratsmarkt. Doch es kommt anders als geplant.
Zwar lernt sie in Zürich den Mann ihres Lebens kennen die Vernunft aber gebietet eine andere Wahl. Das Scheitern ihrer Ehe und der Zusammenbruch des Bucherschen Hotelimperiums zwingen sie, sich auf die eigenen Füsse zu stellen. Die beiden Weltkriege, der Börsenkrach, der Aufschwung der Sechziger- und die Emanzipation der Siebzigererjahre prägen ihr Leben und dasjenige ihrer Tochter, der Autorin Silvana Schmid. Mit „Süss & Bitter“ legt sie eine ganz persönliche Chronik des 20. Jahrhunderts vor anhand der wahren Geschichte einer Gratwanderung zwischen Bourgeoisie und Boheme.
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Alexis Schwarzenbach
Auf der Schwelle des Fremden
2008, gebunden mit Schutzumschlag, zahlr. Abb., Duotone auf Kunstdruckpapier, sFr. 97.90
mit Hör-CD der Erzählung „Eine Frau zu sehen“ gelesen von Bibiana Beglau
ISBN 978-3-89910-368-7
„Meine ins ferne und abenteuerliche verbannte Existenz“.
“Das Leben zersetzt sich mir in 1000 Stücke“.
Annemarie Schwarzenbachs Leben gleicht einem Roman. Zeitgenossen beiderlei Geschlechts verlieben sich reihum in die atemberaubend schöne junge Frau, die am 23. Mai 1908 in Zürich mitten in einem Schneesturm in eine der reichsten Familien der Schweiz hineingeboren wurde. Sie selbst weiss aber schon mit zwanzig, „dass ich nur Frauen mit wirklicher Leidenschaft lieben kann“. Die vielseitig Begabte, die ebenso gut Pianistin oder Tänzerin hätte werden können, promoviert mit 23 und publiziert ihren ersten Roman. Danach zieht es sie ins „grosse und dreckbespritzte Berlin“, später hinaus in die ganze Welt. Vier Mal reist sie in den Orient, vier Mal in die Vereinigten Staaten. 1939 fährt sie in einem Ford von Genf bis nach Kabul, wenig später bricht sie auf nach Afrika. Mit den Kindern von Thomas Mann, Erika und Klaus, ist sie eng befreundet, mit ihrer konservativen Familie gerät sie wegen ihrer antifaschistischen Haltung und massiven Drogenproblemen in schwere Konflikte. 1942 stirbt Annemarie Schwarzenbach, mit nur 34 Jahren, an den Folgen eines Fahrradunfalls und der Fehldiagnose Schizophrenie, in ihrem Haus in Sils im Engadin. Anhand zahlreicher bisher unveröffentlichter Quellen und umfangreichen Bildmaterials zeichnet der Historiker Alexis Schwarzenbach das aussergewöhnliche Leben seiner Grosstante nach.
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Michael Schroeder
Sappho von Lesbos
2008, gebunden, sFr. 36.90
ISBN 978-3-538-07257-2
Sappho die erste Dichterin Europas Porträt eines geheimnisvollen Lebens vor 2500 Jahren nachgezeichnet und nachempfunden.
Recht wenig weiss man über sie, denn schliesslich lebte die frühgriechische Lyrikerin Sappho von Lesbos vor über zweieinhalb Jahrtausenden. Zahlreiche Biographen haben versucht, Sapphos Leben zu erfassen, berichten unter anderem von ihrem Frauenkreis, von ihrer Fahrt ins Exil nach Sizilien...
Michael Schroeder rekonstruiert, wie alles gewesen sein könnte: Wie verlief denn diese Kreuzfahrt durchs Mittelmeer? Wie lange dauerte sie? Was mag damals in Sappho vorgegangen sein?
Seine Biographie der Sappho von Lesbos ist eine ungewöhnliche Betrachtung, ein spannendes Lebensbild der ersten Dichterin Europas so phantasievoll wie nötig und so quellengetreu wie nur möglich.
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Dominique Laure Miermont
Annemarie Schwarzenbach. Eine beflügelte Ungeduld
2008, gebunden, sFr. 58.50
ISBN 978-3-250-10520-6
Thomas Mann nannte sie einen „verödeten Engel“, Roger Martin du Gard dankte ihr, weil „sie auf dieser Welt ihr schönes Antlitz eines untröstlichen Engels trägt“, Carson McCullers widmete ihr „Spiegelbild im goldnen Auge“ und für Ella Maillart, die mit ihr nach Afghanistan reiste, gehörten ihre Augen „zu einer Seele, die Schönheit liebte“ und vor einer „unharmonischen Welt zurückschreckte“.
Annemarie Schwarzenbach (19081942), Schriftstellerin, Journalistin, Fotografin und Archäologin aus reicher Industriellenfamilie, entfloh ständig einem Umfeld, das gegen ihre eigenen Sehnsüchte prallte; von Russland nach Persien, von den Vereinigten Staaten von Amerika nach Kongo. Ihre Existenz war von Drogen und Klinikaufenthalten geprägt, von einem erbitterten schriftstellerischen Kampf gegen den Nationalsozialismus und von ihrer stürmischen Freundschaft zu Klaus und Erika, den Enfants terribles von Thomas Mann.
Die neue dichte, subtile und vibrierende Biographie bringt Licht in Phasen des Lebens von Annemarie Schwarzenbach, die bisher im Dunkeln lagen.
„Miermonts Biographie ist das gelungenste Porträt im Schwarzenbach-Frühjahr 2008." Sonntagszeitung
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Hrsg. Thomas Hartnagel
Sophie Scholl Fritz Hartnagel. Damit wir uns nicht verlieren. Briefwechsel 1937-1943
2008, broschiert, sFr. 24.90
ISBN 978-3-596-17939-8
Im Winter 1942/ 43 kämpfen Sophie und Hans Scholl mit den Flugblättern der "Weissen Rose" gegen das NS-Regime. Zur selben Zeit ist Fritz Hartnagel, Offizier der deutschen Wehrmacht, im Kessel von Stalingrad eingeschlossen. Als er im Lazarett Sophies letzten Brief erhält, ist das Todesurteil gegen sie bereits vollstreckt. 1937 begann die Freundschaft, die Liebe zwischen der sechzehnjährigen Schülerin und dem jungen Leutnant. Zusammensein und Gespräch mussten oft durch Briefe ersetzt werden: Sie spiegeln alle Phasen dieser aussergewöhnlichen Beziehung, die gegensätzlichen Auffassungen der beiden wie ihr Bedürfnis nach Nähe und Distanz zugleich, ihr Bemühen,
innere Freiheit und die Fähigkeit zu verantwortlichem Handeln zu erwerben und zu bewahren, "allen Gewalten zum Trotz".
Erläuterungen des Herausgebers, vor allem zu politischen und militärischen Hintergründen, führen durch diesen Briefwechsel. Ein unvergleichlich historisches und menschliches Dokument aus der Vorkriegs- und Kriegszeit und zur Vorgeschichte der Widerstandsbewegung der Geschwister Scholl und ihrer Freunde.
„Bewegende Dokumente einer aussergewöhnlichen Beziehung zwischen zwei aussergewöhnlichen Menschen in einer unmenschlichen Zeit!" FAZ
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